Günther Hoffmann

Erinnerungen zur Intensivierung in der Landwirtschaft

In Sachen Intensivierung hatte ich ursprünglich die Auffassung, dass das im ökologisch möglichen Rahmen und auf der Grundlage fachlich fundierter Kompromisse eine Produktionssteigerung in Land- und Forstwirtschaft bringt. Es ging dann aber in eine Richtung, die nur noch industriemäßige Produktionsmethoden zuließ. [...]

Es ging nur noch um die höchstmögliche Produktion landwirtschaftlicher Produkte für den Export. Da habe ich mir gesagt: „Donnerwetter, soweit kann Intensivierung nicht gehen. Das ist mit fachlichen Erfahrungen nicht mehr zu vereinbaren." Diese brutale Intensivierung um jeden Preis, das Zwängen der Natur in mechanisch-technische und Chemisierungs-Prozesse, das war das, was nicht mehr ging. [...]

Es gab eine ganz straffe Kontrolle durch den Bereich Landwirtschaft des ZK und durch die Plankommission, weil dort absolut gesichert werden musste, dass die sozialistische Entwicklung die beste Entwicklung ist und das musste auch mit der Stärke der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft demonstriert werden. So brutal war das.

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