Gesellschaft, Planung, Wirtschaft 1945

17. Mai 1945

Bildung des Magistrats von Groß-Berlin

5. Juni 1945

Berliner Erklärung (Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands durch die Regierungen des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken und durch die Provisorische Regierung der Französischen Republik)

Bildung des Alliierten Kontrollrates

1. Juli 1945

Gründung der Deutschen Volkspolizei

4. Juli 1945

Einsetzung der Landes- und Provinzialverwaltungen Mark Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen durch die SMAD

9. Juli 1945

SMAD-Befehl Nr. 5 "Organisierung eines normalen Lebens in den Provinzen und Ländern"

Die SMAD verfügt die Gründung der Länder bzw. Provinzen Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb der SBZ.

16. Juli 1945

Einsetzung der Landes- und Provinzialverwaltungen Provinz Sachsen und Thüringen durch die SMAD

21. Juli 1945

SMAD-Befehl Nr. 9 "Wiederingangsetzung der Produktion"

17. Juli bis 2. August 1945

Potsdamer Konferenz und Potsdamer Abkommen

25. Juli 1945

SMAD-Befehl 13 "Schaffung von Verwaltungsbezirken"

27. Juli 1945

SMAD-Befehl Nr. 17 "Gründung der deutschen Zentralverwaltung"

8. August 1945

Gründung des Kulturbunds zur demokratischen Erneuerung Deutschlands

28. August 1945

SMAD-Befehl 43 "Maßnahmen zur Beschleunigung des Wiederaufbaus der Industriebetriebe in der SBZ"

3. bis 11. September 1945

Die Provinz- und Landesverwaltungen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erlassen Verordnungen zur Durchführung der Bodenreform in Deutschland in der SBZ (entschädigungslose Enteignung von Landbesitz über 100 Hektar).

19. Oktober 1945

SMAD-Befehl Nr. 103 "Aufstellung von Wirtschaftsplänen für 1946", SMAD-Befehl Nr. 105 "Bildung der Deutschen Verwaltung für Statistik"

22. Oktober 1945

Die SMAD erteilte den Ländern der SBZ die Vollmacht, eigenständig Gesetze und Verordnungen zu erlassen.

20. November 1945

SMAD-Befehl Nr. 146 "Wiederaufnahme der  Arbeit der landwirtschaftlichen Genossenschaften"

Natur- und Umweltschutz 1945   >> 1946

Nach dem 8./9. Mai 1945

Entlassung nahezu aller nach Reichsnaturschutzgesetz berufenen Kreis- und Bezirksbeauftragten für Naturschutz, darunter viele Lehrer, die Mitglied in der NSDAP gewesen waren. Einige konnten nach einigen Jahren der "Bewährung" ihr Ehrenamt wieder ausüben.

In vielen Kreisen der Sowjetischen Besatzungszone amtieren unbelastete Kreisnaturschutzbeauftragte weiter.

Mai 1945

Im Land Sachsen-Anhalt kann der ehemalige Provinzbeauftragte für Naturschutz in der preußischen Provinz Sachsen, Dr. Oskar Ludwig [1888-1968] sein Ehrenamt - nun als Landesbeauftragter - bis 1952 (Gebiets- und Verwaltungsreform in der DDR) weiter ausüben. Bis 1962 bleibt er Bezirksbeauftragter für Naturschutz im Bezirk Magdeburg.

Im Land Sachsen kann der bisherige Landesbeauftragte für Naturschutz des Landesvereins "Sächsischer Heimatschutz", Prof. Dr. Paul Wagner [1868-1951], sein Amt nun als Landesbeauftragter des Landes Sachsen weiter ausüben. Er amtiert bis 1948.

23.8.1945

Wiedereinrichtung einer Naturschutzstelle (ehemals Provinzstelle für Naturschutz) für die Stadt "Groß-Berlin". Landesbeauftragter wird Prof. Dr. Hans Hedicke [1891-1949]).

Dezember 1945

Fritz Koch [1880-1968] übernimmt das Amt des Referenten für Naturschutz im Innenministerium des Landes Thüringen und bleibt als solcher bis 31.12.1950 tätig. Koch war 1923 Begründer und bis 1930 Leiter der Thüringischen Beratungsstelle für Heimatschutz und Denkmalpflege und in dieser Funktion auch für die Naturdenkmalpflege in Thüringen zuständig.